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17. April 2026

Geyer: Nur ein handlungsfähiger Staat ist krisenfest


Angesichts des Krieges in Nahost und schwacher Konjunktur wäre es fatal, am öffentlichen Dienst zu sparen, so der dbb-Chef.

„Der Staat muss gerade in unsicheren Zeiten der Fels in der Brandung sein“, sagte Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb, am 17. April 2026 in Madrid bei einem Gespräch mit Vertretern der spanischen Gewerkschaft Central Sindical Independiente y de Funcionarios (CSIF) und der Europäischen Union der Unabhängigen Gewerkschaften (CESI). 

Gemeinsam mit seinen Partnern fordert der dbb ein Konzept, um die Handlungsfähigkeit der EU-Mitgliedstaaten sicherzustellen. Geyer: „Das betrifft zahlreiche Ebenen. Es braucht einen handlungsfähigen Staat, der in der Lage ist, die Menschen zu unterstützen. Unnötige Bürokratieschleifen müssen abgeschafft werden. All das geht nur, wenn dem öffentlichen Dienst ausreichend Personal zur Verfügung steht. Und das bekommen wir nur, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen.“

Der dbb-Chef betonte, dass es nun auf die richtigen Prioritäten ankommt: „Es wäre fatal, angesichts der Weltlage am öffentlichen Dienst zu sparen, das Vertrauen in die staatliche Handlungsfähigkeit befindet sich schon jetzt auf dem Tiefpunkt. Doch nur ein handlungsfähiger Staat ist krisenfest, nur ein handlungsfähiger Staat kann Vertrauen zurückgewinnen. Deshalb müssen die Verantwortlichen gerade jetzt gegensteuern und im gesamten öffentlichen Dienst, wie beispielsweise Schulen, Polizei und Krankenhäuser sowie in eine funktionierende Justiz und Verwaltung investieren, ganz im Sinne einer resilienten Gesellschaft.“

Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb.de

Quelle: dbb / 17.4.2026
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